Interview mit Herrn Bernhard Tokarski

Der Jahresbericht des Carl-Orff-Gymnasiums trägt etwas zu dem Fairtrade-Zertifikat unserer Schule bei, denn er wird klimaneutral und umweltfreundlich gedruckt. Aus diesem Anlass, baten wir Bernhard Tokarski, den Geschäftsführer von Senser Druck in Augsburg, um ein Interview.

Herr Tokarski, Ihre Firma arbeitet schon seit vielen Jahren klimaneutral und umweltfreundlich, wie kam es zu dem Entschluss, nicht nur nach rein marktwirtschaftlichen Prinzipien zu arbeiten?

Umweltschutz, Klimaschutz und Einhalt der Erderwärmung gehören zu meinen Herzensangelegenheiten.  Ich bin der Meinung, dass die jetzige Generation unseren Kindern, Enkeln und den nächsten Generationen eine intakte Umwelt hinterlassen muss. Ich habe bewusst unseren Betrieb nachhaltig aufgestellt und auch unsere Mitarbeiter sind davon überzeugt und durch diese Ausrichtung stärker motiviert – es ist schon schöner, für einen umweltbewussten Betrieb zu arbeiten. Zu den „marktwirtschaftlichen Prinzipien“, die Sie angesprochen haben: Tu Gutes und sprich darüber – ich habe als Umweltdruckerei viele ehrliche und gute Kunden dazu gewonnen – eine echte Win-Win-Situation.

Wir sind eine Fairtrade-Schule und haben uns unter anderem deshalb für Sie als Druckerei für unseren Jahresbericht entschieden. Ist das Fair-Trade-Konzept auch eines, das Sie mit Ihrer Firma unterstützen?

Das Klimaschutzprojekt „Projekt Togo“ dient nicht nur dazu, CO2 zu kompensieren. Es ist auch ein sehr soziales Engagement – es ist „Fair-Trade-Druck“. Die Bewohner in Fokpo in West-Afrika hatten keine Möglichkeit Handel zu treiben – dafür gibt es kaum eine Grundlage. Mit der Baumschule und dem Waldaufforstungsprojekt, das CO2 Emissionen bindet, hat die einheimische Bevölkerung etwas zu bieten, das wir in Deutschland für die Herstellung klimaneutraler Drucksachen benötigen, den Ausgleich von CO2, das bei der Produktion Ihres Jahresberichts entsteht. Da werden keine Almosen oder Spenden verteilt, das ist „Fairer Handel“, Emissionsausgleich gegen angemessene Vergütung.

Haben Sie Tipps, wie man auch als Schüler und privat mehr für den Umweltschutz tun kann?          Ist Ihnen das auch privat ein so großes Anliegen?

Ja, Umweltschutz ist mir auch privat sehr wichtig und ich versuche diese Werte auch weiterzugeben und vorzuleben. Der einfachste Tipp, den ich Ihren Schülern geben kann, ist, sich beim Konsum einzuschränken und sich zu überlegen: Brauche ich das wirklich? – Frei nach Mahatma Gandhi, der sagte: „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier“.

Wir freuen uns sehr, mit Ihnen eine Druckerei gefunden zu haben, die so gut zu unseren schulinternen Bildungszielen passt!

Das freut mich auch sehr – vielen Dank für Ihr Vertrauen.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Veronika Obermüller.